Das geheime Leben der Nacktschnecken

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Ich hatte ja schon erzählt, dass ich zwischen zwei Vogelfutterstationen ein Sonnenblumenbeet und ein Vogelwiesenbeet anlegen möchte. Zu diesem Zweck habe ich beide Beete (die horribel mit riesigen Graspolstern überwuchert waren) im Herbst vom Gras befreit und Gründünger ausgesät.

Auf dem Foto seht Ihr das linke Beet, wo der Gründünger noch steht, das rechte Beet, wo ich ihn schon entfernt habe. Links sollen Sonnenblumen wachsen, rechts soll eine Vogelblumenwiese sprießen…

Natürlich habe ich den richtigen Zeitpunkt versäumt, den Gründünger im Spätwinter einzuarbeiten und so wucherte er bis vor kurzem zu meinem Vergnügen so vor sich hin. Der Raps brachte Sonne in mein Herz und die Phacelia-Blüten waren einfach zauberhaft. Nun wurde es aber höchste Eisenbahn!

Ich habe ja auch schon mehrfach in unserer Gartengruppe festgehalten, dass ich heuer kaum Nacktschnecken sehe und wenn, dann nur vereinzelt winzige Exemplare von 1-2 Zentimetern…

Taglilien mit Nacktschnecken

Taglilien mit Nacktschnecken 2014

Sogar die Taglilien, die vergangenes Jahr ja binnen weniger Tage bis zu den Wurzeln ratzfatz abgefressen waren, sind heuer wieder gekommen (zu meiner großen Verwunderung) und bisher unbeschädigt.

Nun, des Rätsels Lösung fand ich beim Rausziehen des Gründüngers 😉 ging übrigens wie aus Butter, hat den Boden wunderbar aufgelockert.

Überraschung: Die Nacktschnecken sind total wild auf Senf!

Ich hab ca. zwölfzig Millionen Nacktschneckenbabys von den Senfpflanzen bzw. samt den Senfpflanzen entfernt und beiden ein schattiges, feuchtes Plätzchen am anderen Ende des Gartens bereitgestellt an der Böschung zum ausgetrockneten Donauarm. Als ich am Werkeln war, gesellten sich übrigens Amseln und Stare zu mir und haben eifrig Schneckchen geschmaust. Und ich konnte einen Tigerschnegel dabei beobachten, wie er ein ganzes „Nest“ von Nacktschneckenbabys verputzt hat…

Das erklärt nun auch, warum die Taglilien, die nur 2 Meter von den Gründüngerbeeten entfernt wachsen, bisher keine Fraßschäden haben.

Hier hatten sie sich also versteckt, die schleimigen Schurken 😉 Und zu meiner großen Freude & Erleichterung haben sie das neue Plätzchen offenbar auch willig angenommen und ich trage zu ihrem Wohlbefinden bei, indem jeden Tag ein wenig Grasschnitt dazukommt…

Ein neuer Punkt für meine Schneckenstrategie

Senf außerhalb des Gartens und an der Böschung zum Donauarm aussäen.

 

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