Neues aus dem Paradies

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Also EIGENTLICH ist es derzeit eher ein Dschungel, mein kleines Paradies. Der regelmäßige Regen in diesem Sommer, meist nachts, hat zu einem ungewöhnlich üppigen Wachstum geführt. Hier ein paar Eindrücke und einige Erfahrungen, aus denen ich gelernt habe 😉

Rose de Resht

Rose de Resht

Meine Rose de Resht

die im ersten Jahr nach der Umsiedelung fast gestorben wäre und auch das vergangene Jahr grade noch so überlebt hat, blüht heuer überschwänglich zum vierten Mal. Zugegeben – die Terassenrosen habe ich die ersten Jahre sträflich vernachlässigt. Heuer kriegte sie dann einen Topf voll „Guter Grund“ und regelmäßig Wasser 😉 Sie dankt es mir mit ihrem betörendem Duft und dem 4. Blütenflor seit Mai…

Kraut- & Rübenbeet

Kraut- & Rübenbeet

Mein Kraut- & Rübenbeet

platzt aus allen Nähten, was nicht zuletzt daran liegt, dass ich nicht sehr vorausschauend geplant hatte 😉 Vielleicht erinnert Ihr Euch ja noch daran, als ich im ersten Jahr aus dem Stückchen Uferwildnis einfach zwei Vogel- und Insektenbeete machen wollte. Mit Hilfe von 2 Jahren Gründünger ist es auch gelungen, hier traumhafte Erde zu produzieren. Und so habe ich auch heuer wieder Sonnenblumen und Bienenwiese gesät. Dann fiel mir noch ein, für meine Rehe an den Rand Topinambur zu pflanzen und schließlich kriegte ich noch 10 Tomatenpflanzen. Wohin damit? Nachdem hier die fetteste Erde im ganzen Garten wartet, war die Entscheidung klar und so machen sich hier – mittlerweile – ein paar Monstertomaten und eine Monsterzucchinipflanze breit – neben Sonnenblumen, Blumenwiese, Buchweizen etc. Die Weide rechts im Bild war die ersten Jahre auch ein wenig mickrig, nach einem radikalen Schnitt im vergangenen Jahr ist sie heuer förmlich explodiert 😉

Mein Sumpfbeet

Mein Sumpfbeet

Es blüht im Sumpf

Auch hier war Geduld vonnöten und es wartet noch einige Arbeit – in meinem Sumpfbeet. Ein feuchtes Eckchen mit extrem verdichteter Erde (ist fast jedes Jahr von Hochwasser betroffen). Nun, eigentlich kann man gar nicht von „Erde“ sprechen, eher feuchter Lehm mit viel Schotter drin. Kaum umzugraben und die Pflanzen haben es denkbar schwer, sich hier zu entfalten. Geplant für nächstes Jahr: Eine dicke Schicht „Guter Grund“ und noch ein bisschen Pflanzenkonzept…

Fisolen am 23. Juni

Fisolen am 23. Juni

Spät aber umso üppiger

Nach den mickrigen Fisolen im vergangenen Jahr (ich hatte nicht auf meinen Lieblingsgärtner gehört und die Pflanzen vorgezogen 😉 habe ich das Thema heuer fast verschwitzt. Bis mir Mitte Juni siedendheiß einfiel, dass ich fast auf mein Lieblingsgemüse vergessen hätte. Diesmal legte ich die Böhnchen am 25. Juni (also schon mehr als spät) in Torftöpfchen in meine unverzichtbaren Samla-Boxen (durchlöchert) und füllte die Zwischenräume noch mit Erde. 8 Tage später reckten sich bereits kräftige Pflanzen nach der Sonne. Nachdem ich noch nicht wirklich Gemüsebeete angelegt habe (Plan für 2017) schüttete ich 2 Säcke/80 Liter „Guter Grund“ auf ein Stück Rasen und versenkte die dicht durchwurzelten Torftöpfchen am 1. Juli in den Boden.

Fisolenbeet

Fisolenbeet

Was soll ich sagen? 4 Wochen später konnte ich den ersten Kübel Fisolen ernten. Kleiner Wermutstropfen: Ich habe 12 Pflanzen Stangenbohnen und 12 Pflanzen Buschbohnen, jede Pflanze feinsäuberlich mit einem Hölzchen mit Nummer markiert, damit ich die Sorten weiß. Einen Tag nach dem Auspflanzen waren sämtliche Holzstecker herausgerissen und durcheinander auf dem Beet verstreut. Ich war verblüfft. Aber noch am gleichen Tag war das Rätsel gelöst. Ich hatte die Hölzchen wieder eingesteckt. Da kam eine Krähe mit neugierigem Blick des Wegs und begann akribisch, die kleinen Hölzchen, eins nach dem anderen rauszuzupfen und auch noch durcheinander zu verteilen. Ich habe Tränen gelacht – und wir haben das Spiel noch einmal wiederholt, dann habe ich aufgegeben. Bis heute weiß ich nicht, was die Krähe an den Hölzchen gestört hat. Übrigens habe ich eine Kamera neben dem Fisolenbeet aufgestellt und ein Zeitraffer-Video vorbereitet, das ich in den nächsten Tagen zeigen werde.

Vogelfutterplätzchen

Vogelfutterplätzchen

Ein lauschiges Plätzchen für die Piepmätze

Ich füttere ja Unmengen an Vogelfutter, an dem auch die Rehe, Dachse, Füchse, Eichhörnchen und anderes Getier naschen und habe das Futter bisher in Futtersäulen gefüllt. Langweilig und zeitaufwendig. Bin dann vor einigen Wochen dazu übergegangen, den Piepmätzen einfach Schalen mit Futter aufzustellen, teils überdacht. Und so fand auch eine alte Gartenbank eine neue Verwendung, die eigentlich für den Sperrmüll gedacht war. Gleich neben dem Tulpenbaum, der im vergangenen Jahr eine gefällte Gemeine Esche ersetzt hat, wartet nun die Gartenbank auf ihre Besucher. Links dahinter sieht man die Spuren der Dachse, welche die Futterstelle gleich nützen, um nach Würmern zu graben 😉 Rechts vom Tulpenbaum entwickelt sich eine „Petite Hollande“ erstaunlich gut…

Wie geht es weiter?

Natürlich will ich im nächsten Jahr alles noch viel besser machen und aus den bisherigen Erfahrungen schöpfen. Das Sonnenblumenbeet wird zum Gemüsebeet mit Sonnenblumen und ein bisschen mehr geordnet. Hinter dem Sumpfbeet wird der Schlammhügel vom letzten Hochwasser entfernt und mit Hilfe von Gründünger wieder der Boden für Gemüse aufbereitet. Wo die Fisolen gedeihen werden 4 große Gemüsebeete angelegt  und das Sumpfbeet kriegt bessere Erde…

 

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