Tunkraut jäten – Dein Garten unter der Lupe

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Tunkräuter jäten - Meditation

Tunkräuter jäten – Meditation

Sobald ich erkennen kann, was in meinen Beeten sprießt, kommt die Zeit, wo die wertgeschätzten Tunkräuter den Stauden weichen müssen… Nachdem gestern nachts ein kräftiger Regen niederprasselte, nützte ich die Gunst der Stunde.

Nicht nur, dass Jäten DIE Meditation für mich ist, es erdet mich auch – buchstäblich 😉 Beim Entfernen der Tunkräuter betrachte ich den Garten praktisch mit der Lupe und in Zeitlupe. Erst jetzt erinnere ich mich wieder an jedes einzelne Pflänzchen, das ich in den Jahren davor gesetzt habe, entdecke vergessene Schönheiten, freue mich, wie die allermeisten den Winter gut überstanden haben und bin immer wieder überrascht, wie scheinbar aus dem Nichts wieder Leben gesprossen ist…

 

Raupe des Weidenbohrers

Raupe des Weidenbohrers

Neben der buchstäblichen Entschleunigung und dem detaillierten Blick auf die Flora eröffnen sich auch ungeahnte Begegnungen mit allerlei bunten Gesellen, die durch Deine Aktivitäten aufgescheucht werden. So ist mir vor ein paar Tagen die Raupe eines Weidenbohrers vor die Schaufel geplumpst. Was für ein Prachtkerl – noch nie davon gehört und auch noch nie gesehen. Engerlinge verlangen schlaftrunken wieder in die Erde versenkt zu werden, Käfer in allen Größen nehmen die Beine in die Hand um zu flüchten – kurzum, es wird Dir bewusst, wie sehr jeder Eingriff in den Boden deren Bewohner durcheinanderwirbelt.

Der Zeitaufwand ist überschaubar – bei insgesamt 10 Blumen- und Gemüsebeeten gehen 10 halbe Tage drauf. Das Vergnügen ist nachhaltig, in jeder Hinsicht – und erspart das Fitnessstudio 😉

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