Meditieren im Sumpf

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Hab ich Euch schon verraten, dass ich es LIEBE, Unkraut zu stechen? Ja, hab ich sicher 😉 Nicht, dass ich besonders verbissen den Tunkräutern hinterherjage, aber einmal im Jahr muss es sein. Ich warte damit ja so lange, bis ich sicher erkenne, was sonst noch so alles in einem Beet wachsen möchte.

Vorher

Vorher

Mein „Sumpfbeet“ war insofern eine Ausnahme, weil dort gar kein Unkraut gedeihen konnte, so sehr ist der feucht lehmige Boden verdichtet und mit einer pestigen verfilzten, vermoosten Grasnarbe bedeckt. War schon Schwerarbeit, dort überhaupt Pflanzen reinzuhacken – buchstäblich. Umso mehr hat es mich verwundert, dass in dieser feuchten Senke (es ist natürlich kein richtiger Sumpf) überhaupt etwas wachsen wollte und durchaus recht üppig. Von den 2014 verbuddelten Pflanzen verweigerten lediglich der Hahnenfuß und der niedrige Günsel das Wachstum komplett. Vom Hahnenfuß blieb noch ein mickriger Rest.

Nun wollte ich dem Sumpfbeet was Gutes tun und nach eingehender Beratung mit dem lieben Daniel, dem Gärtner meine Vertrauens, machte ich mich an die Arbeit. In zwei Nachmittagen habe ich die Grasnarbe komplett abgetragen und gute Komposterde aufgefüllt. Ich konnte mich fast nicht losreißen und habe fast ein bisschen bedauert, dass ich so schnell fertig war. Aber nur fast 😉

Nachher

Nachher

Jetzt kommt die ganze Pracht erst richtig zur Geltung und wird in den nächsten Tagen noch ein bisschen ergänzt. Bisher gedeihen hier Taglilien, gestreiftes Chinagras, Storchenschnabel, Sibirische Iris, gelbe Wieseniris, Blutweiderich, Purpurglöckchen, Sumpfeibisch – und ein paar Lilien, die sich aber nur aus Verlegenheit hierher verirrt haben.

Achja – und weil ich mit nacktem Boden so gar keine Freude habe (die Natur auch nicht), habe ich die Gundelmann-Pflanzen, die den Fisolen weichen mussten, gleich wieder vom Schneckenbuffet geholt und zwischen die Sumpfpflanzen gesteckt 😉

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