Sumpfbeet 2018

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Sumpfbeet 2014

Sumpfbeet 2014

Es war einmal – vielleicht erinnert Ihr Euch ja noch… Da war doch ein Problem-Eckchen in meinem Garten, eine feuchte Senke, die allerding kurioserweise in der prallen Sonne liegt. Die Feuchtigkeit kommt davon, dass diese Ecke etwa 1 Meter tiefer liegt, also näher am Grundwasser. Der Boden besteht aus einer ca. 10 cm hohen, extrem verdichteten Lehm-Schlamm-Schicht auf einem Schotter-Untergrund (hier rangierten die Bagger nach dem Jahrhunderthochwasser). Also so ziemlich alles, was Pflanzen gar nicht mögen. Darauf hatte sich ein hartnäckiger Grasfilz angesiedelt, nicht mal „Unkraut“ wollte hier gedeihen. Kurzum, ich musste buchstäblich zur Spitzhacke greifen, um hier ein paar Pflänzchen zu versenken. Was natürlich eigentlich zum Scheitern verurteilt und ziemlich unsinnig war.

Weil es aber ein ausgesprochen hübsches Plätzchen ist, konnte ich es natürlich nicht lassen und siedelte hier 2015 und 2016 ein paar Taglilien und ein paar Sumpfpflanzen an. Sie hatten sichtlich ihre liebe Not, hier zu gedeihen…

Vorher

2017 – Vorher

Erstaunlicherweise akklimatisierten sich die Pflanzen aber dann doch und so kämpften sie sich durchs Gras und entwickelten einen überraschenden Überlebenswillen. Das durfte natürlich nicht unbelohnt bleiben und so folgte ich dem Rat meines Lieblingsgärtners und widmete meinem Sumpfbeet 2 Tage auf Knien 😉

Im Bild seht Ihr die wuchernde Pracht 2017 bevor ich mich ans Werk machte, die Grasnarbe vollständig entfernte, auf den freien Stellen Gundermann ansiedelte (damit die Erde feucht bleibt) und sogar noch ein paar der Pflanzen umarrangierte.

Nachher

2017 – Nachher

Und das war das Ergebnis nach meiner „Säuberungsaktion“. Ich habe noch ein wenig Komposterde aufgebracht, optimistisch wie ich bin noch ein paar Pflänzchen ergänzt und nun hoffe ich nur, dass die Donau mein Sumpfbeet nicht flutet. Diese Ecke ist der erste Platz im Garten, der unter Wasser steht…

Mein Sumpfbeet dankt mir die kleine Mühe 2017 mit üppiger Pracht, dank Gundermann brauchte ich heuer kaum 1 Stunde, um das Beet sommerfit zu machen. Und so sieht es heute aus:

 

Als erstes blühen der „schwarze“ Storchenschnabel (eigentlich ist er ja dunkelviolett) und ein Purpurglöckchen, die sibirischen Iris setzen schon Blüten an und zu meiner großen Freude ist auch die Dreimasterblume voller Knospen (nachdem sie im ersten Jahr fast ein Raub der Nacktschnecken wurde). Ich hatte gar nicht erwartet, dass diese ausdauernd ist und mich immer wieder mit ihren zahlreichen Blüten erfreut.
Apropos Nacktschnecken – weit und breit keine zu sehen, wie vereinbart 😉 bleiben die Schnecks am Schneckenbuffet – das kaum 3 Meter vom Sumpfbeet entfernt ist…

P.S.: Tja und die Schalen links sind noch vom Herbst übrig und werden diese Woche neu bepflanzt…

 

 

 

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