Garten – mein Credo

 

Welt der kleinen Wunder

Welt der kleinen Wunder

Garten – das ist und war für mich immer ein  magischer Ton, der sich in mir ausbreitet, mich zur Ruhe kommen lässt, die Welt anhält und meinen Blick darauf richtet, dass sich viele, scheinbar „nutzlose“ Abläufe zu einem sinnhaften Ganzen zusammenfügen. Ein magischer Ton als betörende Essenz eines Orchesters aus abertausenden von Geräuschen, Farben & Düften, die auf alle Sinne einströmen.

Garten – das ist und war für mich immer der Inbegriff von Friedlichkeit & Sinnhaftigkeit.

Garten – das ist und war für mich immer eine Welt voll kleiner Wunder, die man aber nur sieht, wenn man langsam & liebevoll den Blick auf Details richtet.

Garten – das ist und war für mich immer ein harmonisches* & sinnhaftes Gefüge von  Tier & Pflanze, von Werden & Vergehen, in dem ich Mensch Gast & Beobachter sein darf.

Garten – das ist und war für mich immer ein überwältigendes Geschenk der Natur, das ich verantwortungsvoll & „leihweise“ gestalten,  gebrauchen, genießen darf.

Heiliger Krieg im Paradies?

Nichts Widersinnigeres könnte mir dazu einfallen als Töten, Gift, Chemie, Vernichtung, Kampf, Waffen etc.

  • Ich kann mich nicht als die Krone der Schöpfung mit Verfügungsgewalt über „niedrigere“ Lebewesen betrachten.
  • Ich kann nicht die Schönheit der Natur bewundern, dabei aber zwischen schöneren und weniger schönen oder (in meinen Augen) nützlicheren und weniger nützlicheren Tieren unterscheiden – jedes ist für sich ein kleines Wunder.
  • Ich fühle mich auch nicht berufen über den Lebenszweck mancher Lebewesen zu urteilen.
  • Und schon gar nicht kann ich irgendwoher eine Notwendigkeit oder Legitimation zum Töten ableiten.

Kurzum – ich versuche, meine Gartenaktivitäten unter das Motto „beobachten, lenken, unterstützen“ zu stellen. Ich beobachte mehr als dass ich hektische Betriebsamkeit an den Tag lege. Ja, wer mich kennt, mag es kaum glauben, aber ich kann stundenlang sitzen und die vielfältigen Zusammenhänge in der Natur beobachten.

Dabei überlege ich, was ich in diesem Wunderwerk darf, ohne allzusehr zu stören. Ich versuche, meine Vorstellungen und Wünsche in diesem Gefüge unterzubringen, ohne allzuviel durcheinander zu bringen. Wenn ich ein kleines Beet umgrabe, dann entdecke ich dabei tausende winzige Lebewesen, die aufgescheucht durcheinanderwuseln. Ich kann also feststellen, wie jeder noch so kleine und scheinbar harmlose Eingriff in die Natur weitreichende Auswirkungen hat.

Deshalb versuch ich, meinen Garten so zu behandeln wie ich auch versuche, Menschen zu behandeln: Mit Aufmerksamkeit, Respekt und Mit-Fühlen…